Was ist Fork?
Published: Aug 1st, 1998
Source: Zeit Magazin
Author: Sabine Magerl
Description:
Warum bestellen so viele Firmen bei Fork Web-Seiten?
Fork ist eben nicht nur Design, sondern ein Lebensgefühl. So wie Nike nicht nur Schuhe herstellt, wollen wir mehr als nur einen modernen Auftritt für Firmen oder Plattenlabels im Netz. Mit uns zusammenzuarbeiten kann anstrengend sein, weil wir Dinge verändern wollen. Es geht nicht darum, daß etwas billig und bequem ist. Es soll unkonventionell sein und mutig. Unsere Agentur ist für Deutschland ziemlich ungewöhnlich. Bei uns kann sich niemand vorstellen, daß er in ein paar Jahren immer noch an genau dem Schreibtisch in genau der Ecke sitzt wie heute. Unsere Strukturen sind weniger starr. Wir arbeiten im Team, aber jeder hat auch so viel Freiheit, daß er seine Persönlichkeit, Interesssen und seinen Geschmack ausleben kann.
Viele überrascht, daß wir noch sehr jung sind, die meisten sind erst Anfang Zwanzig. Es gibt bei uns keine Hierarchie und keine Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit. Deswegen vermitteln Fork ein Lebensgefühl. Das kann einem Produkt wie Nivea dienen. Oder einem Magazin wie Wired, auf deren Web-Seiten wir eine interaktive Galerie gestaltet haben. Jeremy schreibt auch Texte für eine japanische Zeitschrift, obwohl er nie in Japan war. David macht Videofilme. Die meisten Projekte von uns haben mit dem Internet zu tun, weil das zur Zeit das lebendigste Medium ist. Unsere Symbole und Codes hängen mit Vernetzung zusammen, so wie unsere Art zu arbeiten – und die bleibt ein Abenteuer.
Die Hamburger Agentur fork existiert seit zwei Jahren. Zu dem zehnköpfigen Team gehören die Designer David Linderman und Jeremy Abbett; Manuel Funk arbeitet im Marketing des Unternehmens.
Eintauchen mit Stil – die Philosophie des Internets.
Wer im Netz auffallen will, braucht eine gute Web Site, aber was heißt hier gut? Viele Firmen vertrauen dabei der Hamburger Design-Agentur Fork. Das zehnköpfige, junge Team hat eigene Vorstellungen von dem Medium entwickelt, von der Faszination des digitalen Raums und seiner Gestaltung. Hier werden ihre wichtigsten Punkte zusammengefaßt: Das Internet ist die ideale Plattform, um sich darzustellen. Jeder kann seine eigenen Geschichten, Gedanken und Interessen ins Internet einbringen. Eine Web-Seite kann wie eine Einmann-Show sein. Menschen auf der ganzen Welt gestalten im Netz große Web-Auftritte, die nur dazu dienen, daß sie von anderen betrachtet und kommentiert werden. Die Nutzer des Internets sind gleichzeitig diejenigen, die das Internet erweitern. Man klickt sich nicht nur passiv durch die Web-Seiten, sondern kann sich an Diskussionen beteiligen oder Kommentare abgeben. Das ist immer noch der innovative Motor des Internets, der zu ständig neuen Ideen führt.
Wer im Internet zu suchen beginnt und sich durch Verknüpfungen treiben läßt, kann oft Dinge entdecken, die ihm vorher unbekannt waren. Neue Formen der Darstellung unterstützen dies. Früher ähnelten Web-Seiten Türschildern, die über eine Person oder eine Firma die wesentlichen Informationen vermittelten, dann veränderten sie sich und wurden zu Werkzeugen, mit denen sich wesentlich mehr Informationen abrufen ließen. nun kommt es in einer dritten Phase zu Web-Seiten, die wesentlich interaktiver sind.
(Zeit Magazin Special Edition)
